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Fortsetzungsroman

Jack saß auf einer harten Holzbank im Gerichtssaal. Die Verhandlung dauerte nun schon viel länger als ursprünglich geplant, und er fragte sich, wie lange das noch so gehen würde. Donnie machte seine Sache wirklich perfekt, und Jack war stolz darauf, dass er sein Versprechen hielt und wirklich alles auspackte. Aber die Richter wollten immer noch mehr und noch mehr wissen, und alles zog sich in die Länge. Für Donnie war im Anschluss an die Verhandlung gesorgt. Darüber musste Jack sich keine Gedanken mehr machen, und er war froh, dass Donnie sich dazu entschlossen hatte, in den sauren Apfel zu beißen und eine Gefängnisstrafe in Kauf zu nehmen. Danach aber würde sein Leben in geordneten Bahnen verlaufen. Jack hatte seine Pflichten erfüllt. weiterlesen
In einer Viertelstunde war Pause. Natalie bemerkte Jack, als sie kurz aus dem Fenster des Klassenraums schaute. Er stand da und schien auf sie zu warten. Sie schloss kurz die Augen, weil sie dachte, eine Vision zu haben, aber als sie die Augen wieder aufmachte, stand er immer noch da. Merkwürdig. Was machte er hier? Er war noch nie hierher gekommen. Jack sah irgendwie traurig aus. Er trug wie immer seine schwarzen Sachen, aber die wirkten fast zu groß an ihm, was eventuell daran lag, dass er die Schultern hängen ließ. weiterlesen
Das Appartment, in dem Donnie wohnte, ähnelte dem von Jack. Es war möbliert, nicht besonders groß und nicht besonders gemütlich. Es lag einige Häuser von Mrs. Klostermans Villa entfernt, und ausschlaggebend für die Wahl dieses Apartments war die Tatsache, dass die Fenster vergittert waren. So weit, so gut. weiterlesen
Als Natalie am nächsten Morgen erwachte, regnete es. Sie liebte das Geräusch, wenn die Regentropfen gegen ihre Scheiben fielen. Und noch mehr liebte sie es, im Bett liegen zu können und nicht aufstehen zu müssen. Sie kuschelte sich wieder in ihr Kissen und döste ein wenig vor sich hin. Neben ihr schnurrte Mojo, ihr Kater. Mojo, ihr Kater? Das Schnurren war anders als sonst. Natalie öffnete die Augen. Seit wann hatte sie weiße Vorhänge in ihrem Schlafzimmer? Und seit wann hatte sie dieses Bettzeug? Und seit wann schnurrte Mojo so komisch?! Sie drehte sich um. Das war gar nicht Mojo. Natalie stellte fest, dass sie nicht neben ihrem Kater lag, sondern in einem fremden Bett. Ein fremder Arm war um sie geschlungen, und der war sehr durchtrainiert und behaart. weiterlesen
Natalie ging langsam die Treppe hoch. Sie hörte, wie unten die Tür zuschlug. Mrs. Klosterman war gegangen. Okay. Sie würde einfach das Päckchen vor Jacks Tür legen, klingeln und dann schnell in ihre Wohnung flüchten. Mrs. Klosterman konnte sie morgen erzählen, dass er nicht aufgemacht hätte. Aber warum sollte sie das tun? Sie war eine erwachsene Frau. Eine selbstbewusste Frau, die mit beiden Beinen im Leben stand. Was war schon dabei, Jack ein Päckchen zu übergeben? Danach konnte sie immer noch gehen. Es würde weniger als eine Minute dauern. weiterlesen
Natalie wurde von Mojo geweckt. Sie lag im Morgenmantel auf ihrem Sofa und war wohl eingeschlafen. Draußen war es hell. Langsam stand Natalie auf, ging mechanisch in die Küche, um eine Dose Katzenfutter für Mojo zu öffnen, stellte ihm den Napf hin und setzte sich dann wieder ins Wohnzimmer. weiterlesen
"Nun, wie war denn das Abendessen?" fragte Mrs. Klosterman am nächsten Morgen neugierig. Natalie schaute ihre Vermieterin an. Mrs. Klosterman schien das, was sie getan hatte, für völlig richtig zu halten und war einfach nur gespannt auf Natalies Erzählungen. Sie saßen in der Küche und Natalie war eigentlich im Begriff zu gehen. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt, und es schien ein schöner Tag zu werden. weiterlesen
Am nächsten Abend regnete es. Es war die Sorte von Regen, bei dem man keinen Hund auf die Straße jagte. Natalie beeilte sich, nach Hause zu kommen, bevor ein neuer Guss vom Himmel kam. Trotzdem war sie völlig durchnässt, als sie ihren Regenmantel endlich auf den Flurhaken hing. weiterlesen
Zwei Samstage nachdem Natalie Jack das erste Mal in Mrs. Klostermans Küche begegnet war – unter nicht gerade idealen Umständen – traf sie ihn erneut dort an. Unter nicht gerade idealen Umständen. weiterlesen
"Oh, hallo!" Natalies Worte kamen viel freundlicher heraus, als sie eigentlich sein sollten. Wer hätte das gedacht, dass sie ihren neuen Nachbarn ausgerechnet hier im Kunstmuseum treffen würde? Was für ein Zufall! Er stand direkt neben ihr, war schon wieder ganz in Schwarz gekleidet und wegen des dämmrigen Lichts kaum zu erkennen. weiterlesen
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